Dr. Andreas Grust dankt dem chinesischen Siemens-Entwickler Chen Shou Shui für die erfolgreiche Inbetriebnahme mit der weltweit erstmaligen Installation des neuen Software-Updates

Unmittelbar neben dem Gebäude der IHK Düsseldorf entsteht in dieser Woche eine der modernsten Radiologischen Arztpraxen in Nordrhein-Westfalen. Dr. Andreas Grust, seit 2002 in Düsseldorf niedergelassener Radiologe, stattet seine Praxis mit modernster Medizintechnik aus. Das Herzstück sind Untersuchungsgeräte für drei unterschiedliche Einsatzbereiche: Digitales Röntgen, Computer- sowie Magnetresonanztomographie.

Weltpremiere mit Gästen aus China

Das neuartige Röntgengerät ist ein Multix Fusion mit einem Festkörperdetektor, der besonders wenig Dosis benötigt. Die Entwickler sind gestern aus dem Siemens Entwicklungszentrum in Shanghai nach Düsseldorf angereist. Im Gepäck haben sie die neueste Software für den Detektor. Den Vorgang überwacht Chen Shou Shui, Lead Imagechain Engineer persönlich, denn bei der Inbetriebnahme handelt es sich um die Erstinstallation weltweit.

Die Besonderheit des digitalen Röntgenverfahrens liegt in der äußerst niedrigen Strahlenbelastung. „Die Dosis beträgt etwa 1/3 der bisher benötigten Dosis“, so Dr. Andreas Grust, nebenberuflich tätig als Dozent und Berater für die Strahlenschutzbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen. Weniger Dosis ist von erheblichem Vorteil für die Patienten. Der Referenzwert vom Bundesumweltministerium wird um mehr als 50 Prozent unterschritten.

Praxiseröffnung beginnt mit Straßensperrung

Neben dem Digitalen Röntgen setzt die neu eröffnete Praxis weitere bildgebende Verfahren ein. Zur Anlieferung des Magnetresonanztomographen vom Typ Magnetom Aera wurde die Marienstraße im Stadtzentrum heute Morgen zwischen 6 und 8 Uhr gesperrt. Mit einem Teleskopkran lieferte die Spedition das 4,8 t schwere High-Tech-Gerät aus Erlangen punktgenau in dem Untersuchungsraum ab. Das richtige Timing war für den Erfolg entscheidend. Der auf unter minus 200 Grad Celsius gekühlte Eisenkern des Tomographen darf nur für eine kurze Zeitdauer vom Strom getrennt werden. Der Aufbau und Probebetrieb soll innerhalb von zwei Wochen vollständig abgeschlossen sein.

Ab Mai können sich die Patienten über eine sichere und komfortable Neuerung freuen: Üblicherweise sind MRTs sehr eng gebaut, der Durchmesser innen beträgt nur 60 cm. Das gelieferte Siemens Gerät hat aber 70 cm Durchmesser, bietet also ca. 37 Prozent mehr Volumen. „Der neuartige Tomograph bietet dabei genauso viel Platz wie ein offenes System, allerdings mit der besseren Bildqualität einer geschlossenen Systems“ lautet die Expertise von Dr. Grust.

Diagnostische Untersuchung mit Zeitersparnis

Seine zukünftigen Patienten merken die Vorteile nicht nur beim Ein- und Aussteigen. Denn der MRT ist besonders schnell, die Untersuchungen sind in der Regel in 10 Minuten abgeschlossen. „Im Vergleich zu anderen Geräten haben wir so im Mittel 40 Prozent Zeitersparnis“. Darüber hinaus ist der Tomograph sehr leise. Man kann während der Untersuchung auf Wunsch sogar seine eigene Musik hören. Das früher bekannte laute „Geknatter“ gehört damit der Vergangenheit an.